Junge Union kritisiert Ratsopposition – „Gewinn für die Stadt“
Lingen – Heftige Kritik teilt der Stadtverband der Jungen Union (JU) Lingen (Ems) in Bezug auf die Diskussion in den städtischen Ausschüssen zum geplanten Bau eines Kinderspielplatzes an der Straße „Am Pulverturm“ in Richtung Ratsopposition aus. „Das war zum Teil absurd und beschämend“, so die Feststellung in einer JU-Pressemitteilung.
Das JU-Mitglied Björn Roth, selbst CDU-Stadtratsmitglied und Beteiligter an der Diskussion räumt ein: „Zugegebenermaßen war die Diskussion keine Glanzstunde für die Lingener Kommunalpolitik.“ Allerdings, so Roth, waren es in erster Linie Teile der Ratsopposition, die mit ihrer „Rosinenpickerei“ und den „teilweise absurden Wortbeiträgen“ die Emotionen schürten.
„Aberwitzig“ sei zum Beispiel die Aussage von Ratsherr Robert Koop (fraktionsloses SPD-Mitglied), in der Innenstadt gebe es keine Kinder und damit keinen Bedarf für einen Spielplatz. „Sieht er nicht die vielen Kinder und Familien durch die Fußgängerzone laufen? Und haben die im Innenstadtbereich wohnenden Familien mit Kindern nicht auch ein Anrecht auf ein Spielplatzangebot, das es doch dort derzeit nirgends gibt?“, fragt sich die CDU-Jugendorganisation.
„Beschämend“ sei es ebenso gewesen, wie das Engagement der an der Planung beteiligten Mitglieder des Kinder- und Jugendparlaments (KiJuPa) „zumindest indirekt herabgewürdigt wurde“. Diese fast schon beleidigend als „Halbwüchsige“ (O-Ton Robert Koop) zu bezeichnen, „das war kein guter Stil“, bemerkt die JU in Richtung Koop.
JU-Stadtverbandsvorsitzender Stefan Schomaker äußert sich ebenfalls kritisch: „Man könnte den Eindruck gewinnen, als ob es der Opposition – allen voran die Wackelkandidaten der SPD-Fraktion – weniger um die Sache zu gehen schien, als vielmehr darum, das große öffentliche Forum zu nutzen, politischen Profit aus der Diskussion zu schlagen.“ Wie sonst sei es zu erklären, dass alle Kritiker – selbst Koop, hätte er ein Stimmrecht gehabt –, die vorher massiv gegen die Pläne protestiert haben, letztendlich den Beschluss mitgetragen haben. „Oder wollte man hier gegenüber der Öffentlichkeit nur sein Gesicht wahren und nicht als Gegner eines Spielplatz-Baues dastehen?“, so Schomaker.
Die JU-Vertreter stellen abschließend indes freudig fest: „Nun kommt endlich der Spielplatz in der Innenstadt, den auch wir immer gefordert haben. Er ist ein Gewinn für Lingen sowie unsere Familien und Kinder, um die es doch eigentlich geht.“
[12.10.2007]